Augenerkrankungen

PHTVL/PHPV
Persistierende Hyperplastische Tunica Vasculosa Lentis/ Persistierender Hyperplastischer Primärer Vitreus

In der embryonalen Entwicklung ist die Linse des Auges von einem Blutgefäßnetz umgeben. Normalerweise bildet sich dieses Blutgefäßnetz bis zum öffnen des Auges zurück, jedoch kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass die Rückbildung nicht vollständig stattfindet. Es bleiben dann teilweise Gewebereste und auch Blutgefäßreste auf der Linsenrückfläche bzw. der Linsenkapsel bestehen. Je nachdem wie viel zurück bleibt, sind entweder kleine punktförmige Trübungen, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind, oder ausgedehnte Trübungen vorhanden, die zur Sehbehinderung führen.

Es kann jedoch auch vorkommen, dass sich die Form der Linse verändert. In diesem ausgeprägteren Fall kann die Linse Blutreste enthalten und es kann ein Gewebsstrang zwischen der Linsenhinterfläche und dem Sehnervenkopf mit oder ohne blutführendes Gefäß bestehen bleiben.

Leichte Formen können mit bloßem Auge nicht erkannt werden, ausgeprägtere Formen erkennt man als weißliche oder rötliche Trübungen im hinteren Bereich der Linse. Diese angeborenen Rückbildungsstörungen bleiben unverändert.

Da es sich um eine spontane, aber auch erbliche Rückbildungsstörung handelt, kann es je nach Ausmaß der Erkrankung zu einem Zuchtausschluss führen.

Eine Therapie ist nur in jenen Fällen erforderlich, in denen es zu deutlicher Sehbehinderung kommt.

 

http://www.eyevet.ch/phtvl.html

http://tiermedizin.com/erbliche-augenerkrankungen-hund/

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